|
|
 |
|
PRODUKTIONSVERFAHREN
|
|
|
|
Bei
der Senfherstellung wird hauptsächlich zwischen zwei Produktionsverfahren
unterschieden, wobei in der industrialisierten Produktion Abweichungen und
Nuancierungen möglich sind.
|
|
Das Bordeaux- oder Deutsche Verfahren
|
|
Beim
Bordeauxverfahren werden nichtentölte, gereinigte Senfsamen verschiedenster
Sorten gemischt und in einer Mühle grob zerkleinert, Schroten genannt. In
alten Senfmühlen wurden die Körner zwischen Mahlsteinen gequetscht. Die so
zerkleinerten Senfkörner werden dann abgewogen und unter der Zugabe von
Wasser, Essig oder Wein sowie Kochsalz, Zucker und allen geschmackgebenden
Zutaten wie Gewürze und Kräuter in einem Behälter angesetzt. Die so
eingemaischte Masse wird über einige Zeit regelmässig gerührt. Danach wird
die Senfmaische je nach Rezeptur fein vermahlen. Im Unterschied zum alten
Steinmühlenverfahren wird der industriell produzierte Senf mit erhöhtem
Pumpendruck durch Korundscheibenmühlen gepresst. Nur so erhält der Senf die
Feinheit von etwa 30 µm (30/1000 mm) der uns bekannten, auf dem Markt
befindlichen Produkte. Dieser Feinheitsgrad kann mit traditionellem
Mahlverfahren nicht erreicht werden. Das schadet dem Senf aber keineswegs, im
Gegenteil, es verleiht ihm einen eigenständigen, natürlich verbliebenen
Charakter. Viele Senfliebhaber ziehen die grobkörnigen Senfvarianten den
Industriesorten vor. Schlussendlich entscheidet der persönliche Geschmack.
|
|
Das Dijonverfahren
|
|
Das
Dijonverfahren, bezeichnet nach der französischen Stadt Dijon, unterscheidet
sich im wesentlichen vom Bordeauxverfahren durch Passierung der Senfmaische.
Bei diesem Verfahren werden nichtentölte, vorwiegend schwarze und/oder braune
Senfsamen verwendet. Die ganzen Körner werden im Essigeingelegt und
vorgequollen. Danach werden die immer noch ganzen Körner in einer Walzenmühle
aufgebrochen. Anschliessend wird diese Maische in einem Passiervorgang durch
ein Lochsieb gequetscht und von den Schalenresten getrennt. Erst danach
erfolgt die Zugabe von Kochsalz und allen anderen geschmacksgebenden Zutaten.
|
|
Die Reifezeit
|
|
Nach
der Fabrikation sowohl nach dem Bordeaux- wie auch dem Dijonverfahren werden
die meisten Senfarten einem Reifungsprozess unterzogen. Dieser besteht in
einem Auskühlen lassen bei gekochten Sorten sowie von einer Standzeit die
einige Stunden bis mehrere Tage dauern kann.
|
|
Das Produktionsverfahren des Sämf-Hüüsli
|
|
Unsere
Senfsorten werden im wesentlichen nach dem Bordeauxverfahren hergestellt
wobei der Hochdruckmahlvorgang entfällt. Deshalb entsprechen unsere Senfe der
traditionellen, häuslichen Küche, eben wie hausgemacht.
|
|
| |
|
 |
|